Awareness

Awareness

Unser Wunsch ist es gemeinsam einen einladenden Raum zu schaffen, in dem alle Teil des B-Sides sein können. Dafür müssen wir alle Verantwortung übernehmen, denn wir alle gestalten mit unserem Verhalten aktiv den Raum und die Stimmung mit und nur gemeinsam können wir einen diskriminierungssensibleren, möglichst gewaltfreien Raum schaffen, in dem sich alle möglichst wohl und sicher fühlen können.

Dafür wollen wir aufeinander acht geben, rücksichtsvoll sein, unsere Grenzen wahrnehmen und respektieren, im Konsens handeln und verantwortungsvoll konsumieren.Wir tolerieren kein übergriffiges und diskriminierendes Verhalten jeglicher Art und stellen uns aktiv dagegen. Wer dies nicht respektiert, wird konfrontiert und kann vom Gelände verwiesen werden.

Weil dies alles aber noch lange nicht selbstverständlich ist und es auch am B-Sides zu unangenehmem, grenzüberschreitendem und übergriffigem Verhalten kommen kann, gibt es am Festival ein geschultes Awareness-Team, das dir Ruhe, Schutz und Gehör bietet: 

Wenn du dich unwohl fühlst oder eine unangenehme Situation beobachtest, sind sie für dich da, hören dir zu und nehmen dich ernst.

Kreieren wir zusammen ein tolles Festivalerlebnis für alle. <3

Falls du Fragen oder Anregungen hast kannst du dich jederzeit an awareness@b-sides.ch wenden. Oder auch anonym über den Awareness-Briefkasten

Awareness ist ein Prozess und wir sind am lernen, deshalb sind wir offen und dankbar für Rückmeldungen.

Awareness Briefkasten
Kontakt

Bei Fragen und Anliegen zum Thema Awareness sind wir über awareness@b-sides.ch erreichbar. Wir bedanken uns für Inputs und Rückmeldungen.

Awareness-Team 

Das Awareness-Team ist jeweils ab 20 Uhr bis Geländeschliessung auf dem Gelände unterwegs.

Wenn du dich bedroht, belästigt oder unwohl fühlst, oder wenn du siehst/mitbekommst, dass eine andere Person Hilfe benötigt, zögere nicht, das Awareness-Team in Anspruch zu nehmen. Falls sich jemensch an dich wendet und um Hilfe bittet, kannst du sie ans Awareness-Team verweisen.

Das Awareness-Team besteht aus geschulten Personen, die dir gerne zuhören und dich unterstützen. Sie sind erkennbar an ihren pinken Westen, bewegen sich auf dem Gelände und sind beim Awareness-Treffpunkt anzutreffen. Zudem gibt es eine Awareness-Kontaktnummer (076 498 75 35), die während der Festivalöffnungszeiten betreut wird und einen Awareness-Briefkasten für anonyme Kontaktaufnahme. Das Awareness-Team kann keine professionelle Therapie anbieten, jedoch kann es auf Fachstellen verweisen.

Awareness-Treffpunkt 

Der Awareness-Treffpunkt ist ein Ort, an dem du dich mit dem Awareness-Team austauschen kannst, über etwas dir Widerfahrenes sprechen kannst, einen Moment dem Trubel des Geländes entkommen oder dich über verschiedene Themen bezüglich Awareness/Diskriminierungen und weiterem informieren kannst. Der Awareness-Treffpunkt befindet sich zwischen den Essensständen und dem barrierefreien WC. 

Rückzugsort 

Es gibt einen Rückzugsort welcher sich hinter dem Awareness-Treffpunkt befindet. Der Rückzugsort ist abgeschirmter vom Gelände und kann deshalb mehr Ruhe und Schutz bieten. Es gibt die Möglichkeit von Awareness-Personen begleitet zu werden, sich mit ihnen auszutauschen und über erlebte/beobachtete Grenzüberschreitungen zu sprechen - Alles nach den Bedürfnissen der betroffenen Personen. 

Umgang mit (mutmasslichen) Tatpersonen

Wir betreiben keinen Schutz von Tatpersonen. Wir wollen nicht, dass Personen dem Festival fernbleiben, weil sie sich nicht sicher fühlen aufgrund der Anwesenheit (mutmasslicher) Tatpersonen. Wir bitten deshalb (mutmassliche) Tatpersonen dem Festival fernzubleiben. Wir behalten uns dabei vor, Menschen vom Gelände zu verweisen oder sie vor dem Festival zu bitten, diesem solidarisch fernzubleiben.
 Viel zu oft bewegen sich tatausübende Personen weiter in ihren gewohnten Räumen und betroffene Personen ziehen sich zurück. Dies wollen wir verhindern!

Grundlagen der Awareness-Arbeit

Konsens

Eine Handlung wird nur toleriert, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind (nonverbal oder verbal). Nur ein freiwilliges, aktives und bewusstes JA heisst JA. Keine Antwort ist kein ja. Solche Handlungen können Gespräche, Antanzen sowie Konsumaufforderungen und weitere sein. Das kommt an seine Grenzen mit gewaltausübenden Personen (bei einer Platzverweisung wird die verwiesene Person vermutlich nicht im Konsens gehen). 

 

Definitionsmacht

Wir alle haben unterschiedliche Grenzen und Erfahrungen, sie sind individuell und situationsbedingt. Jede Person definiert selbst, wann und ob eine Diskriminierung oder Grenzüberschreitung vorliegt. Grenzüberschreitendes Verhalten ist individuell: Was für eine Person diskriminierend oder übergriffig ist, kann für eine andere Person ok sein.  Die betroffene Person entscheidet, was und wie viel sie erzählen möchte: Diese Sichtweise wird von anderen nicht in Frage gestellt und nicht durch andere Worte ersetzt.

 

Parteilichkeit

Eine Grenzverletzung wird als solche akzeptiert und die Wahrnehmung der betroffenen Person wird weder in Frage gestellt noch beurteilt oder relativiert. Wir setzen uns ein für die Sicht und Forderung der betroffenen Person und solidarisieren uns mit ihr – das Awareness-Team und damit auch das B-Sides Festival ergreift Partei für sie. Dabei sind die Awareness-Personen keine Richter:innen und entscheiden nicht, was richtig und was falsch ist. 

 

Nulltoleranz

Eine betroffene Person wird in jedem Fall ernst genommen und unterstützt. Es gibt bei Grenzüberschreitungen keine Grauzone, sie werden nicht gewichtet oder miteinander verglichen.

 

Anonymität/Vertraulichkeit

Gespräche und Informationen werden vertraulich behandelt. Die Vorfälle werden anonym protokolliert und das Awareness-Team sowie die beteiligten Personen der Festivalorganisation unterliegen der Schweigepflicht. Namen können nur mit Einverständnis der betroffenen Person weitergegeben werden.

 

Deeskalation

Situationen sollen immer deeskalierend angegangen werden.